Sagen aus dem Schwarzwald
Geschrieben von admin am 2. Januar 2008 – 11:05 -Wie in keiner anderen Region in Deutschland ist die Konzentration an Märchen, Sagen und Mythen so hoch wie im Schwarzwald. Bedingt durch alte keltische Kultstätten, einem tief verwurzelten Glauben und überlieferte Geschichten aus dem Dreißigjährigen Krieg, lieferte die Landschaft den Nährboden für das Entstehen von Sagen im Schwarzwald.
So existiert beispielsweise die Legende von der durch ein Kreuzlemesser verwundeten Hexe oder die von dem Fronfastenweib von Gersbach, die durch alle Häuser zieht.
Die Sage vom Glockenfelsen hat zum Inhalt, dass in Gersbach die Glocken aus dem Kirchturm gesprungen sind, als die Gemeinde zu protestantischen Glauben übertrat. Diese Glocken verschluckte ein Felsen, der noch heute Glockenfelsen heißt und wenn man Glück hat, kann man in dem Felsen noch die Glocken läuten hören.
So sind aus der Umgebung von Gersbach sowie aus dem Südschwarzwald zahlreich solcher Geschichten bekannt, die mit Sicherheit einen wahren Kern in der Vergangenheit haben. Es gibt überlieferte Sagen über die marodierenden schwedischen Besatzer, die die Bevölkerung in grausamster Manier folterten und verfolgten. Diese einschneidenen Eindrücke haben sich in den Sagen aus dem Schwarzwald manifestiert und wurden so weiter erzählt. Kein Wunder, dass es in den Legenden oft um Hexen, Teufel und und andere Schrecken geht, die die Einheimischen ertragen mussten. So ist im Schwarzwald das sogenannte “Mutesheer” - der Teufel mit seinem Gefolge bestehend aus bösen Geistern und Hexen - bekannt, welches durch das Land zieht und Angst und Schrecken verbreitet - eine Parallele zu den Ereignissen des Krieges?
Neben diesen existierenden Sagen gibt es im Schwarzwald viele mystische Stätten mit keltischem oder religiösem Hintergrund.
Sagen aus dem Schwarzwald sagen in ihrer Dichte viel über Bevölkerung, Geschichte und religiösen Glauben aus.
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